Haar Transplantation
Bei der Methode nach Okuda/Ohrentreich, werden aus dem Haarkranz einzelne Hautzylinder mit einem Durchmesser von 3 4, 5 mm entnommen und in voller Größe auf die kahlen Stellen transplantiert. Diese Transplantate sind relativ groß. Um eine Nekrose der Transplantate zu vermeiden, müßten sie in einem gewissen Abstand implantiert werden. Daher sind sie selbst nach mehrfachen Eingriffen mit Verdichtung immer noch als Büschel zu erkennen. Die Haartransplantation bietet die Möglichkeit, die Haardichte des Oberkopfes zu Lasten des Haarkranzes, zu erhöhen. Dies bedeutet, daß viele aber längst nicht alle Wünsche der Patienten erfüllt werden können. Um ein optimales Maß der Patientenzufriedenheit zu erreichen, müssen die Erwartungen des Patienten in einem ausführlichen Gespräch evaluiert werden. Grundsätzlich ist es unmöglich, eine größere Glatze, der ein kleinerer Haarkranz gegenübersteht, mit jugendlicher Haardichte wieder zu decken. Gesichtsform, Dichte des Haarkranzes, Struktur und Farbe des Haarkranzes bestimmen weiterhin Möglichkeiten und Grenzen der Haartransplantation mit Mini und Mikrograft. Bei der Einschätzung der Spenderkapazität ist die individuelle Haarsituation ausschlaggebend. Es muß vom denkbar ungünstigsten Verlauf des weiteren Haarausfalles ausgegangen werden. Wichtigste Voraussetzung für eine langfristige erfolgreiche Haartransplantation ist folglich ein konseqüntes Behandlungskonzept, das sowohl den allgemeinen Alterungsprozess als auch die individuelle Glatzenbildung berücksichtigt. Mit diesem Konzept muß man immer eine Sicherheitsreserve einplanen, damit eventüll weiter fortschreitender Haarausfall durch eine Folgebehandlung berichtigt werden kann.